Seit 1500 gibt es nachweislich tragbare Uhren in Form von Taschenuhren. Im 20. Jahrhundert wurden erstmalig Armbanduhren eingeführt. Damals galt jedoch die Armbanduhr als “weibisch” – d.h. die Männer trugen weiterhin die Taschenuhr.
Heutzutage hat sich das grundlegend verändert. Herrenuhren gibt es in vielen verschiedenen Varianten mit unterschiedlichen Gehäusen, Materialien, ob mechanisch, elektronisch, wasserdicht oder kratzfest – alles steht zur Auswahl bereit. Dabei fällt einem die Wahl nicht gerade leicht.
Grundsätzlich stellt sich bei einem neuen Kauf einer Herrenarmbanduhr zunächst die Frage, welches Grundprinzip der Uhranzeige man präferiert. Dabei hat man die Wahl zwischen Analog- und Digitaluhren. Beide Versionen haben Vor- und Nachteile, welche nachfolgend zusammengetragen werden:
Analoguhr:
Hierbei wird die Uhrzeit auf dem Ziffernblatt anhand von Zeigern dargestellt. Die Zeiger werden dabei von einem Uhrwerk bewegt. Dieses bekommt seine Energie entweder durch eine aufgezogene Feder oder durch eine handelsübliche Batterie. Dabei kann die Feder manuell, wie auch durch die Bewegung des Trägers (automatischer Aufzug) aufgezogen werden.
Die Vorteile der Analoguhren liegen zum einen in vielen Zusatzfunktionen, wie z.B. Mondphasen-, Datums- oder Zeitzonenanzeige. Auch lassen sich mit einigen Modellen Höhenmeter und vieles mehr berechnen. Darüber hinaus gibt es viele Liebhaber- und Sammlerstücke.
Im Gegensatz zu Digitaluhren lassen sich bei den Analoguhren keine Tages- und Nachtzeiten unterscheiden.
Digitaluhr:
Die Uhrzeit wird anhand von Ziffern auf dem Display angezeigt, meist durch LED- oder LCD-Elemente. Die Digitaluhr kann zwischen Tages- und Nachtzeiten unterscheiden (z.B.:15:00 Uhr bzw. 03:00 Uhr). Auch lassen sich diese gut bei Dunkelheit ablesen, da die meisten Modelle mit einer Hintergrundbeleuchtung ausgestattet sind oder die Ziffern beleuchtet werden können. Auch lassen sich mit einigen Digitaluhren der Puls messen. Dies ist besonders praktisch für Ausdauersportler. Allerdings sind die Ziffern oft nur von nahem abzulesen, da sie von weitem relativ schwer zu unterscheiden sind.
Bei beiden Uhrmodellen gibt es natürlich zahlreiche Ausstattungsmöglichkeiten – Leder-, Kunststoff-, Gold-, Silber-, Platinarmband, usw. Auch ist die Gehäusewahl von persönlichen Vorlieben beeinflusst. Beispielsweise gibt es bei den Analoguhren, insbesondere den Chronographen, durchsichtige Glasböden. Dadurch hat man einen Einblick in die Mechanik der Uhr. Ein weiteres besonderes Merkmal bei dem Gehäuse ist die Kratzfestigkeit oder die Wasserundurchlässigkeit – von wenigen Metern bis hin zu 100 Metern ist alles vertreten.
Prinzipiell ist jedoch zu sagen, dass die Kaufentscheidung zwischen beiden Varianten eher eine Geschmacksfrage darstellt. Sicher ist jedoch, dass die Qualität einer Uhr mit dem Kaufpreis steigt. Für eine ordentlich, langhaltende Armbanduhr sollte man schon in dem dreistelligen Bereich schauen.
